Ausgezeichnet? Dr. Hermann Möschl und sein Verhältnis zum Nationalsozialismus

Der Aufsatz untersucht Leben und Wirken von Dr. Hermann Möschl (1908–1997), dem 1981 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Krems an der Donau verliehen wurde. Im Mittelpunkt stehen zwei Fragen: Ist Möschl als „illegaler“ Nationalsozialist einzustufen, und war er in Medizinverbrechen der NS-Zeit involviert? Auf Basis umfangreicher Archivrecherchen im In- und Ausland zeichnet die Studie Möschls Karriere als Arzt und SS-Mitglied an der 1. Wiener Universitätsklinik unter Hans Eppinger nach – einem Umfeld, in dem Kollegen nachweislich in ethisch problematische Humanversuche involviert waren. Zugleich beleuchtet sie seine erfolgreichen Bemühungen, die eigene Vergangenheit in der Zweiten Republik zu verschleiern.

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Complex Geometrical Constructions in Renaissance Works of Art. The General Context and a Case Study in Krems

Using a methodology derived from text sources and the insights afforded by a lost method of constructing the Golden Section, the article shows how this method is integral to the composition of Piero della Francesca’s The Baptism of Christ and to the Museum Krems sculpture, Saint Vitus in a Vat. Where The Baptism of Christ draws from an astronomical diagram known as an analemma, the article shows that the original ground-plan of the Museum Krems sculpture derives from the last exercise of Piero della Francesca’s geometrical treatise, Libellus de quinque coribus regularibus. This both confirms and sheds new light on the circumstances under which the work was commissioned.

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Die Heilsgeschichte durchschreiten. Wechselbeziehungen zwischen Wandmalereien und Raumstrukturen in der Göttweigerhof-Kapelle in Krems-Stein (um 1305/10)

Die Kapelle im Steiner Klosterhof des Benediktinerstiftes Göttweig wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts vollflächig mit Wandmalereien ausgestattet. Dieser Artikel ergänzt die bisherigen Forschungsergebnisse zum Bildprogramm um eine neu identifizierte Legendenszene im Vorraum. Davon ausgehend wird analysiert, wie bei der Gestaltung der gemalten Ausstattung, die neben Szenen aus Heiligenviten unter anderem einen mariologischen Zyklus und stehende Heiligenfiguren umfasst, auf die architektonischen und raumfunktionalen Strukturen eingegangen wurde. Wechselseitige deutende, ordnende und akzentuierende Relationen zwischen den Bildern und dem gebauten Raum standen Kapellenbesucher*innen als Wahrnehmungsangebot auf dem Weg durch die drei Räume der Kapelle offen.

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