Ausgezeichnet? Dr. Hermann Möschl und sein Verhältnis zum Nationalsozialismus

Der Aufsatz untersucht Leben und Wirken von Dr. Hermann Möschl (1908–1997), dem 1981 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Krems an der Donau verliehen wurde. Im Mittelpunkt stehen zwei Fragen: Ist Möschl als „illegaler“ Nationalsozialist einzustufen, und war er in Medizinverbrechen der NS-Zeit involviert? Auf Basis umfangreicher Archivrecherchen im In- und Ausland zeichnet die Studie Möschls Karriere als Arzt und SS-Mitglied an der 1. Wiener Universitätsklinik unter Hans Eppinger nach – einem Umfeld, in dem Kollegen nachweislich in ethisch problematische Humanversuche involviert waren. Zugleich beleuchtet sie seine erfolgreichen Bemühungen, die eigene Vergangenheit in der Zweiten Republik zu verschleiern.

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