Complex Geometrical Constructions in Renaissance Works of Art. The General Context and a Case Study in Krems

Using a methodology derived from text sources and the insights afforded by a lost method of constructing the Golden Section, the article shows how this method is integral to the composition of Piero della Francesca’s The Baptism of Christ and to the Museum Krems sculpture, Saint Vitus in a Vat. Where The Baptism of Christ draws from an astronomical diagram known as an analemma, the article shows that the original ground-plan of the Museum Krems sculpture derives from the last exercise of Piero della Francesca’s geometrical treatise, Libellus de quinque coribus regularibus. This both confirms and sheds new light on the circumstances under which the work was commissioned.

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Die Heilsgeschichte durchschreiten. Wechselbeziehungen zwischen Wandmalereien und Raumstrukturen in der Göttweigerhof-Kapelle in Krems-Stein (um 1305/10)

Die Kapelle im Steiner Klosterhof des Benediktinerstiftes Göttweig wurde am Anfang des 14. Jahrhunderts vollflächig mit Wandmalereien ausgestattet. Dieser Artikel ergänzt die bisherigen Forschungsergebnisse zum Bildprogramm um eine neu identifizierte Legendenszene im Vorraum. Davon ausgehend wird analysiert, wie bei der Gestaltung der gemalten Ausstattung, die neben Szenen aus Heiligenviten unter anderem einen mariologischen Zyklus und stehende Heiligenfiguren umfasst, auf die architektonischen und raumfunktionalen Strukturen eingegangen wurde. Wechselseitige deutende, ordnende und akzentuierende Relationen zwischen den Bildern und dem gebauten Raum standen Kapellenbesucher*innen als Wahrnehmungsangebot auf dem Weg durch die drei Räume der Kapelle offen.

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Chance oder Auslöschung der Identität? Die Eingemeindung von Hollenburg, Angern, Thallern und Brunnkirchen nach Krems in den Jahren 1971 bis 1973

Mit 1. Jänner 1973 werden Angern, Brunnkirchen, Hollenburg und Thallern Teile der Stadt Krems, nachdem sie sich zwei Jahre zuvor zur Großgemeinde Hollenburg zusammengeschlossen hatten.  Diese ungewöhnliche zweistufige Eingemeindung wird in diesem Beitrag im Licht der Strukturreformen in 1960er- und 1970er- Jahre betrachtet. Die Chronologie der Verhandlungen wird detailliert nachgezeichnet. Die Geschichte, wie die Annäherung der 1970 zu einer Großgemeinde vereinigten südlich der Donau gelegenen Orte an die Stadt Krems nördlich der Donau in nur zwei Jahren bis zur Eingemeindung erfolgen konnte, wird im zweiten Teil beschrieben.

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Die Mitteilungen des Kremser Stadtarchivs. Ihre Geschichte, ihre Autor*innen und ihre Themen

Der Beitrag schildert die Geschichte der Mitteilungen des Kremser Stadtarchivs vom Zeitpunkt ihres ersten Erscheinens 1961 bis zur Einstellung der Reihe 1989. Im Mittelpunkt steht eine Analyse des Umfelds und der vielfältigen Verflechtungen der Autor*innen und der Themenstellungen mit den zeitgleichen kulturellen Aktivitäten in Krems, die das Erscheinen der Publikationsreihe ermöglichten und in der Folge befeuerten. Die Schwerpunkte lagen dabei auf der Präsentation neuer Erkenntnisse zur regionalen Geschichte und Kunstgeschichte sowie aktueller Ereignisse.

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Fotografien, Stereoskopien, „Naturaufnahmen“, Heimatfilme: Visuelle Medien und die Konstruktion der Landschaft Wachau

Die vorliegende Arbeit untersucht den maßgeblichen Beitrag, den visuelle Medien für die Konstruktion der Landschaft Wachau vom 19. Jahrhundert bis in die 1960er-Jahre geleistet haben. Ein von außen kommender Blick auf die Landschaft Wachau als vormoderne ‚Ideallandschaft‘ wurde vor allem über visuelle Medien verbreitet. In unterschiedlichen Regimes für identitätspolitische Zwecke und die Förderung des Tourismus eingesetzt, blieb dieser Blick auf die Wachau lange Zeit unverändert. In Filmen, insbesondere den ‚Wachaufilmen‘ der 1950er-Jahre, entstanden neue Bilder: Für kurze Zeit wurde die Landschaft Wachau als dynamischer und gesellschaftlich offener Raum gezeichnet, der von Modernisierung und Technisierung profitiert.

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Zwei Städte, drei Räte? Prolegomena zu einer Neubetrachtung der Verwaltung der Städte Krems und Stein in Mittelalter und Früher Neuzeit bis 1785

Die benachbarten Städte Krems und Stein standen seit dem Mittelalter in einer besonderen und nur selten friktionsfreien Beziehung zueinander. Obwohl sie sich weitestgehend getrennt verwalteten, waren ihnen ein Stadtrichter, ein Bürgermeister und ein Rat gemein. Daneben existierten jedoch, bislang unbeachtet, eigene Ratsgremien für die Städte im Einzelnen. Dieser Beitrag versucht anhand der Originalquellen, die komplexe Verwaltungsgeschichte von Krems und Stein nachzuzeichnen und die Erkenntnisse in den historischen Kontext einzubetten.

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Der Deutsche Volkssturm im Stadt- und Landkreis Krems

Im Herbst 1944 mobilisierte das Hitler-Regime mit dem Volkssturm die letzten Reserven im „totalen Krieg“. Vor diesem Hintergrund wird die Aufstellung, Ausbildung und Organisationsstruktur des Volkssturms im Stadt- und Landkreis Krems im Reichsgau Niederdonau untersucht. Beginnend bei den Schanzarbeiten am „Südostwall“, erfolgt die Darstellung der Einsatzgeschichte der Kremser Volkssturmbataillone. Trotz der sich abzeichnenden militärischen Niederlage der Wehrmacht bedienten sich lokale NSDAP-Repräsentanten wie Gauleiter Hugo Jury oder der Kremser Kreisleiter Anton Wilthum des Volkssturms als Instrument zur Repression von Gegnern des Nationalsozialismus. Dies führte zu einer auffällig häufigen Verstrickung von Kremser Volkssturmangehörigen in Kriegsverbrechen, die hier überblicksmäßig dargestellt werden.

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